Gerücht über StudiVZ Verkauf an Facebook…

29. Oktober, 2007

Das habe ich bei e-commerce und basicthinking gelesen.

glaube ich nicht. Kein Wort. Warum ?

1. Facebook hat „nur“ $ 240 Mio bekommen. D.h. ca. € 166 Mio. Das sie davon mehr als die Hälfte in ein Netzwerk investieren halte ich für unwahrscheinlich. Immerhin muss Mr. Zuckerberg auch seine knapp 300 Angestellten bezahlen, was sicher auch nicht ganz billig ist.

2. Holtzbrinck will nicht verkaufen. So zumindest das offizielle Statment und auch ich glaube das dem zunächst so ist, schließlich hat das Netzwerk mit den Daten für Holtzbrinck noch einen ganz anderen Wert.

3. Facebook wächst auch in Europa (siehe den Beitrag bei zweinull) und insbesondere in Frankreich eine der Regionen die StudiVZ gerade gewinnen wollte… Ich hatte schoneinmal geschrieben, dass ich es für unwahrscheinlich halte das Studivz gegen Facebook eine Chance hat. Warum ? Aufgrund der zunehmen internationalen Vernetzung der Studenten ist es lästig in mehreren Netzwerken seine Kontakte zu pflegen, Facebook gestattet es sämtliche Kontakte zu pflegen. (Es fehlen noch ein par deutsche Nutzer um StudiVZ zu ersetzen).

4. Selbst wenn StudiVZ an Facebook gehen sollte, glaube ich nicht, dass Holtzbrinck überhaupt nur einen klitzekleinen Anteil an Facebook erhalten wird. Warum sollte Herr Zuckerberg das machen ?


Social Shopping & Sportnetzwerke

29. Oktober, 2007

Ich hatte ja schoneinmal etwas zu Social Shopping und den zahllosen neuen Angeboten in diesem Bereich geschrieben. Inzwischen sind es nocheinmal reichlich neue Shopping Angebote hinzu gekommen die ja alle immerhin gegen Platzhirsche wie den Online Shop des Jahres Fahrrad.de und andere antreten müssen. Meiner Ansicht nach ist der Markt hier schön längst voll. Insbesondere glaube ich nicht an dieses sogenannte Woot Konzept. (anders aber gerade eben noch auf exciting commerce) Zumindest halte ich es nicht für massenmarkt tauglich. Wieviele Leute dürften auf dauer ein Interesse daran haben sich durch zahllose Online Shops zu surfen nur in der Hoffnung irgendwo ein tolles Produkt um 20% günstiger zu finden als bei ebay oder billiger.de ? (Betriebswirtschaftlich müsste man mal die verlorene Arbeitszeit dagegen aufrechnen sicherlich spannend). Das auch etablierte Unternehmen nicht an das Konzept glauben berichtet Jochen). Mal sehen wiviel woot am Ende übrig bleibt… Auf der anderen Seite ergibt sich ein ähnliches Bild bei den sogenannten Sportlernetzwerken (.vgl. schon DS). Die Fans, sportiversum, spielerkabine, etc, etc….

Für mich ist das ein Phänomen. Wie können so viele Leute genau das gleiche machen ? Sitzen die alle in ihren Kämmerlein ohne die Augen und Ohren offen zu halten und kriegen nicht mit, dass es schon ganz viel Konkurrenz für einen zumindest nicht riesigen Markt gibt ? Oder glaubt jeder er ist schneller oder besser als der Rest und versucht es deswegen erneut. Oder unterschätze ich einfach das Potential dieses Marketes ? Außerdem finde ich hochinteressant, dass die Investoren da mitspielen. Da Investoren auf Copycats fliegen habe ich hier ja bereits dargelegt. Was mich wundert ist warum noch in die Copycat der Copycat investiert wird. Ich glaube bis ich diese Internetszene vollkommen verstanden habe dauert es noch eine Weile. Immerhin gehe ich davon aus das die Investoren aufgrund ihrer Erfahrung sich schon genau überlegt haben was sie da gerade tun.

P.S.: Gerade habe ich noch einen Bericht von Ulrich gelesen der meiner Meinung bzgl. der Marktsättigung ist und dies ausführlich darlegt…


Der FAU, Faulster Anzunehmender User

24. Oktober, 2007

Wie versprochen heute etwas mehr zu meinem ersten Projekt das gerade dabei ist live zu gehen. Früher habe ich mich immer über Probleme geärgert, heute sind Probleme der beste Ausgangspunkt für neue Projekte. Da Paul schon angedeutet hat, dass ich mehrere Projekte umsetzte/umsetzten will heißt das natürlich auch dass ich viel Probleme habe:) Als FAU betrachte ich mich natürlich selbst!!

 

Ein Problem war, dass meine Zeitschriftenstapel immer größer wurden. Man liest eine Zeitschrift und darin sind ein oder mehrere Artikel die man aufheben möchte. Da die Zeitschrift als Originalverpackung hierzu hervorragend geeignet ist hebt man die Artikel als am besten in dieser Form auf. Man weiß ja in etwa, dass der Artikel in der Wirtschaftswoche war und es um Internet, Web 2.0 und Amerika ging… Soweit so gut, Zeitschriften kann man ja so schööön stapeln, sieht außerdem ja auch wichtig und nach Arbeit aus. Dumm nur wenn man dann nach einigen Monaten den Artikel suchen muss, ABER man weiß ja, dass es in der Wirtschaftwoche oder doch Spiegel oder Focus oder ….war und um Internet, Web 2.0 usw. ging. Da merkt man dann dass so ein Nachmittag ganz schön kurz ist…

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee für filista.com mehr zum FAU im nächsten Beitrag.


Projekt 2, Teil 1

22. Oktober, 2007

Gerade habe ich auf DS ein Interessantes Posting zum Thema kochen gelesen. Es scheint, dass jetzt das Thema Kochen verstärkt in den Bereich der Aufmerksamkeit rückt. Macht auch Sinn, dass man sich Themen widmet die für die Generation 30+ interessant sind. In diesem Bereich sieht es derzeit ja eher dünn aus. Auch wir arbeiten an einem Projekt, dass in diesen Bereich rein ragt und auch wieder nicht. Die Idee wurde schon im Oktober letzten Jahres geboren und hier haben wir auch die ersten Erfahrungen sammeln dürfen, über die ich in Zukunft hier auch Berichten werde. Sei es über Design in Deutschland und Ausland, Programmierung in Deutschland und Ausland und wie schnell die Monate vergehen. Eigentlich sollte das Projekt schon seit April online sein. Wir planen jetzt mit Ende des Jahres…


Die Zeit vor dem Internet oder wie alles Anfing

21. Oktober, 2007

Danke für die Blumen Paul! Schauen wir mal, was dabei bei den Projekten so passiert. Unsere Leser werden ja „live“ dabei sein und uns sicherlich auch kräftig unterstützen, dann kann doch nichts mehr schief gehen!

Damit Ihr einen Eindruck bekommt, wer hier ab heute schreibt, einen kurzen Ein/Rückblick:

Mein erster „Rechner“ war ein ZX81 von Sinclair mit ZX80 CPU die mit der sagenhaften Taktfrequenz von 3,25Mhz (Mega nicht Giga) lief und einen Speicher von 1k hatte. Ja, ja lange ist es her…Jaaahre und einige Rechner später (TRS 80, Sinclair Spectrum, C128, Atari XT, 386i 40 Mhz MIT Mathe Coprozessor) ging ich dann Online: mit einem Zyxel Modem direkt aus den USA, dass mit andern Zyxel Modems mit 19,2k kommunizieren konnte. Das Modem alleine hat damals sagenhafte 1200 DM gekostet. Damit konnte man sich aber auch, mit einer vernünftigen Geschwindigkeit, in Mailboxen einwählen sofern man die Telefonnummer und Passwort hatte. Hier war ich dann auch aktiv im Fido Netz, einem Netzwerk mit unzähligen Foren, dass sich über die am Fido Netz beteiligten Mailboxen ausgetauscht hat. In der VOR Internetzeit hat man hier die Leute ansprechen können die Ahnung hatten, tja wie gesagt laaange ist es her. Sollten Leser auch in dieser Zeit am Rechner gesessen haben, würde ich mich freuen wenn Ihr euch meldet, wenn Ihr dann noch aus Hamburg seid können wir bei einem Glas Wein über die gute alte Zeit reden…

 

Auf meinem Xing Profil könnt Ihr am besten sehen was bis heute beruflich bei mir so passiert ist. Es war eine interessant Zeit und ich habe viel gelernt aber es war mal wieder Zeit für was neues (altes). Für mich ist die Gründung eines Startups im Internet also eigentlich eher ein „back to the roots“.

 

So das soll es für heute erstmal gewesen sein, morgen schreibe ich dann über mein erstes Projekt, dass in der closed alpha online ist und über den Hintergrund der Entstehung.


clevero.de geht an den Start

19. Oktober, 2007

Und schon wieder gibt es einen exklusiven Erstbericht über ein neues Startup hier auf dem Blog. Mit clevero.de ist Eugen gerade in die Alpha Phase mit seinem Projekt gegangen. Auf Clevero findet man eine Vielzahl von Informationen zu diversen Themen. Daneben besteht die Möglichkeit Fragen zu den Themen zu stellen. Insofern erscheint es so, als wäre clevero nur eine weitere Frage Community wie bspw. werweisswas. Aber weit gefehlt. Bei clevero kann man Experten zu ausgewählten Themen zu just diesen Themen befragen. (ähnlich about.com) Hierbei wird unterschieden zwischen Guides und Experten. Guides sind hierbei haben hier die höchste Hierarchiestufe, d.h. sie sind ausgewiesene Profis auf ihrem jeweiligen Gebiet. Somit sind die Antworten die man von den Experten erhält auch sehr viel hilfreicher als auf de üblichen Frage Communities, da sie eben nicht von Hintz und Kunz beantwortet werden sondern von ausgewiesenen Experten. Neben den Guides gibt es noch Experten, diese sind von den Guides ausgewählte Fachleute in dem Gebiet des jeweiligen Guides und können so ebenfalls einen Beitrag zu der Beantwortung der Fragen leisten. Die Seite ist noch in der absoluten alpha Phase, weswegen man noch nicht die Funktionalitäten der einzelnen Features beurteilen sollte. (einiges funktioniert einfach noch nicht oder nicht so wie es soll). Das bereits zu begutachtende Design halte ich auf jeden Fall für sehr ansprechend. Auch das Konzept finde ich sehr gut und nützlich. Bleibt noch Eugen einen großen Erfolg zu wünschen.

Nachschlag:  Es gibt auf DS eine gute Übersicht über weitere Fragecommunities. In meinen Augen hat Eugens Plattform hier einen großen Vorteil aufgrund der geprüften Guides. Dies macht die Antworten insgesamt valider und besser, als im Vergleich zu den anderen Frageplattformen. (auch wenn manche rudimentär ähnliche Konzepte haben, welche m.E. aber bei weitem nicht so gut sind wie bei clevero.de).


e bizz 2er teil

16. Oktober, 2007

So nun der zweite Teil meines e-bizz Talk Berichtes. Sitze gerade im Zug nach Berlin, meinen alten Mitbewohner besuchen, und habe (natürlich) die entsprechenden Notizen nicht dabei. D.h. ich kann erstmal nur über das Berichten, was in meinem Kopf verblieben ist. Schaun wir mal wie viel das ist. Wovon hängt es ab, ob ein VC in ein Unternehmen investiert ? Dies war eine der Fragen welche sowohl im Vortrag als auch in der anschließenden Diskussion immer wieder gestellt wurde.

Herauskristallisiert haben sich zwei wesentliche Faktoren, welche VC´s für maßgeblich halten:

  1. Team

  2. Idee

Ersteinmal nicht sonderlich überraschend, denn aus viel mehr besteht ein Startup am Anfang zumeist nicht. Zum Team nur ganz kurz: Das Team muss ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen und glaubhaft machen können, dass es die richtigen Kompetenzen und Ideen mitbringt und diese auch entsprechend an den Mann / die Frau bringen kann. Mein Fazit für diesen Punkt ist relativ banal: Anhand der Lebensläufe muss erkennbar sein, dass die einzelnen Gründer in der Lage sind eine Sache durchzuziehen und Projekte erfolgreich abzuschließen. Zusätzlich muß ein gewisses Unternehmerisches Denken mit dabei sein. Letztendlich kommt es aber auch sehr auf den persönlichen Eindruck an, welcher der jeweilige Gründer vermittelt (dabei nicht vergessen: you never get a second chance to make a first impression). Ich selbst hatte bislang drei Gespräche dieser Art.

Die Gespräche verliefen sehr unterschiedlich. In meinem ersten Gespräch ging es sehr lange und sehr ausführlich um die Beweggründe Unternehmer zu werden und ich wurde immer wieder gefragt, ob ich mir über die Folgen solch einer Entscheidung im klaren wäre. Um die Geschäftsidee ging es nur zweitrangig. Bei einem zweiten Gespräch (mit einem anderen Investor) ging es nur um die Idee, mein CV hat den Investor gar nicht interessiert. Er hat ihn so wenig interessiert, dass ich irgendwann einmal gefragt habe ob er seine Entscheidung den ohne weitere Informationen über meinen Lebenslauf treffen kann. Diese Frage bejahte er und fügte noch hinzu, dass er aufgrund meines Auftretens und anderer Punkte bereits viele Rückschlüsse ziehen könne, die viel mehr Wert seien als ein CV. (Mich hatte anfangs wirklich überrascht, dass er ohne meinen CV zu kennen mir bereits die Zusammenarbeit angeboten hatte). Mein drittes und letztes Gespräch mit einem Investor war ebenfalls sehr kurz und knapp. Der Investor bescheinigte mir nicht ausreichend Aggressivität für den Job zu haben. Ansonsten war er aber wohl doch ganz zufrieden, schließlich hat er mir am Ende Angeboten gemeinsam ein Konzept zu suchen, welches ich umsetzen sollte. (Von meinem Konzept war er nicht so begeistert…kann ich nicht verstehen).

Dann zu der Idee: Der VC erzählte (zu meinem erschrecken) das CopyCats immer gut ankommen. Denn dann sieht der Investor bereits, dass das Businessmodell bereits an einem anderen Ort funktioniert hat und kann es besser nach innen verkaufen und ist insgesamt gleich etwas ruhiger. Insbesondere in Amerika funktionierende Modelle kann man nach Ansicht des VC´s gut auf Deutschland übertragen, da sich die Märkte sehr ähneln und es natürlich zahlreiche Modelle gibt bei denen dies bereits funktioniert hat (angefangen bei McDonalds bis hin zu studiVZ). Neben Copycats investieren VC´s immer gerne in Unternehmen welche möglichst schnell eine hohe Zahl an PI erreichen können. Wie man Geld mit der Geschäftsidee verdienen möchte ist natürlich auch ein wichtiger Punkt. Das alle VC´s sich immer auf die gleiche Art von Geschäftsidee stürzen war eine weitere interessante Information. Wenn man in dieser Zeit eine entsprechende Idee (zur Zeit sind es offensichtliche social networks und shopping dienste) hat findet man sehr leicht einen Investor, kommt man allerdings zu spät findet man gar keinen. Somit ist der Erfolg für den Gründer wesentlich auch vom Timing abhängig.

Der nächste und für viele Gründer höchst spannende Punkt: Wie komme ich an das Geld und wieviel ist mein Unternehmen wert.

Zunächst einmal kommt ihr als Gründer und sagt wieviel Geld ihr haben wollt und wieviel Geld Euer Unternehmen Eurer Meinung nach Wert ist. Während es früher wohl üblich war den VC pitchen zu lassen ist es heute so, dass der Gründer schon mit einer klaren Vorstellung kommen muss um Geld zu erhalten. (Ob der VC einem die Unternehmensbewertung abkauft ist dann wieder eine ganz andere Frage). Dann gibt es eine grobe Formel für den Wert von Unternehmen kurz vor dem Launch:

Das Team hat keine oder wenig Erfahrung als Gründer: Wert ca. 1 Mio.

Das Team hat bereits erfolgreich Internetunternehmen gegründet: ca. 2-5 Mio.

Das Unternehmen macht bereits erste kleine Umsätze: bis zu 10 Mio.

Weitere Faktoren die für die Bewertung eine wesentliche Rolle spielen, sind zum einen die Investoren. (je bekannter und erfolgreicher, umso besser ist auch die Unternehmensbewertung).

Soviel erstmal aus dem Zug, ich werden den Artikel die Tage noch um die Informationen die ich noch auf meinem Notizzettel hatte ergänzen.


Neuigkeiten zum Blog

11. Oktober, 2007

Ganz kurz noch ein par Ankündigungen und News…

Ersten wird ab sofort demnächst noch ein weiterer Startupgründer hier mitschreiben. Sein Startup ist auch schon in der allerersten Alpha Phase, ich hoffe Euch damit schon mal neugierig gemacht zu haben.

Dann hat mein Artikel über meinverein.de doch schon erste Erfolge gezeitigt, wurde Max doch kurz darauf von Betreibern großer Blogs kontaktiert und zum Interview gebeten. Ihr seht es funktioniert.

Dann kommt spätestens nach dem WE der heiß erwartete zweite Teil zum VC Artikel mit Infos über Unternehmensbewertung durch VC´s etc.

Und als letztes noch eine weitere kurze Ankündigung die mich sehr freut. Ein weiterer Freund von mir ist seit kurzem ebenfalls in die Alpha / Beta Phase eingetreten und seine Seite ist online. Auch eine tolle Geschäftsidee…

Freut euch also in der nächsten Woche auf weitere Neuigkeiten und Informationen aus der Startup Welt…


Eine Tonne voller Buntes

9. Oktober, 2007

Spannend 3 D Drucker habe ich bei diversen Blogs gelesen (exciting commerce und basicthinking) und faszinieren mich irgendwie. Auch wenn ich nicht so einen großen Markt für kleine bunte Plastikpuppen sehe wie die Jungs von Fabidoo, aber wer weiß vielleicht machen sie ja auch noch etwas anderes, so richtig viel verraten tun die Jungs ja nicht. Irgendwie sind diese 3 D Drucker schon ein nettes Gimmick, aber wenn die nicht sehr viel besser werden sehe ich den nutzen noch nicht so ganz. (Auf jeden Fall lasse ich mich mal überraschen…). (jetzt auch noch bei DS genaueres zum Geschäftsmodell)

Dann wirwerber gibt auf bevor es losgeht… (sind die eigentlich in meiner blogroll ?). Schade ich habe dieses „Start-up“ (laut unserem neuen Duden schreibt man das wirklich so) eigentlich sehr spannend gefunden. Ob es jetzt wirklich am fehlenden Mut zu unternehmerischem Risiko lag oder doch auch an andere Gründe, kann ich nicht beurteilen und ich werde mich auch nicht zu einem Urteil aufschwingen… Ich hoffe für die Jungs nur, dass Sie es nicht bereuen werden ihr Projekt beerdigt zu haben. Schlimm wäre es wenn irgendwann jemand anderes mit der Idee erfolgreich wird. (wenn ich nur an die ganzen Ideen denke die ich schon hatte, aber aus diversen Gründen nicht umsetzen konnte und mit der andere dann sehr erfolgreich wurden…sehr ärgerlich…)

Gestern habe ich mich mal wieder mit einem anderen Startupgründer Freund getroffen und wir haben zwischenzeitlich auch mal über Motivationstiefs gesprochen. (In einem solchen befindet sich gerade Martin). Bislang hatte ich das Glück noch kein wirkliches Motivationstief durchgemacht zu haben (zumindest im Rahmen der Gründung ansonsten bei diversen Hausarbeiten hat es schon mit einem Tief angefangen…) und toi toi toi hoffe ich das es noch eine weile so bleibt. Aber ich bin ja auch noch nicht so lange dabei. Mein Freund berichtete über diverse Zeitpunkte in denen er auch einen Misserfolg für möglich hält (sollte man besser ausblenden, siehe dazu schon meinen Artikel über Chancen und die Zusammenfassung der Studie bei Medienkovergenz). In diesen Phasen fällt es ihm sehr schwer sich zu motivieren. Ich kann das gut nachvollziehen, hängt doch mit der Frage des Misserfolges auch die Frage des „Warum mache ich das eigentlich alles ?“ !

Aber: Kopf hoch weiter machen an die erfolgreichen Vorbilder denken und los gehts ! Als Tipp schaut euch an wie so etwas nach dem Start aussehen kann: Bsp: meinverein.de (und meldet euch an, Max freut es und euch nützt es)


MeinVerein.de geht an den Start

8. Oktober, 2007

Ein Freund und ehemaliger Kommilitone von mir (mit dem gemeinsam ich viele Stunden Jura Kleingruppe durchgemacht habe) hat sich mit einem Internetstartup selbstständig gemacht. Man könnte sich jetzt fragen warum die ganzen Juristen plötzlich einen auf Internet machen, aber das ist hier erstmal nicht das Thema. Sondern: Sein Startup natürlich ! Die Seite findet ihr unter meinverein.de und sie ist noch in der Beta-Phase. Für die Beta-Phase funktioniert aber schon sehr viel sehr gut, wenn das bei allen Startups am Anfang so wäre bräuchte man nicht andauernd einen Relaunch. Um was geht es: Vereine können sich hierüber organisieren und die Kommunikation aufrechterhalten sowie Fotos von Mannschaftsfahrten, Spielen etc. einstellen. Besonders gut gemacht ist die Möglichkeit sich die eigene Startseite anzupassen. Dort kann man von youtube über Spiegel Online bis zu wer war auf meiner Seite und was liegt an das komplette Erscheinungsbild frei bestimmen. Wie ich aus erster Hand weiß hat Max auch noch die ein oder andere Überraschung in der Hinterhand… Technisch ist die Seite in jedem Fall auf höchstem Niveau angesiedelt der Upload von Videos und von Bildern klappt einwandfrei und man kann zumindest die Bilder auch noch online bearbeiten (es gibt auch keine MB Beschränkung für die Bilder sondern diese werden automatisch entsprechend verkleiner vor dem Upload). Respekt, das habe ich sonst selten gesehen. Eigentlich steht dem Erfolg der Plattform von der Seite der Technik und des Designs nichts entgegen.

Mein Verein.de richtet sich nicht im Gegensatz zu den ganzen Sportlernetzwerken nicht nur an diese eine spezielle Zielgruppe sonderen an jede Art von Verein, also auch den Taubenzüchterverein hinterm Deich links. Mit dieser Zielgruppe, welche nicht nur die jugendlichen internetaffinen Surfer anspricht, sondern mit Vereinsmitgliedern aus dem Taubenzüchterverein eben auch Menschen mit wenig Kontakt zum Internet, haben Max und sein Team eine große Herausforderung angenommen. Nicht nur muss diese Zielgruppe erreicht werden, vielmehr müssen die Nutzer dieser Zielgruppe die Plattform auch sofort verstehen und bedienen können. (über die Wichtigkeit der Usability im web2.0 auch der Post von paulinepauline) Hieraus folgte die Notwendigkeit, eine für Silver Surfer und Internetnewbies intuitiv zu bedienende Plattform zu erstellen, welche sich insbesondere duch höchste Usability und ein klares, verständliches Design auszeichnet. Ich finde, dass die Plattform tatsächlich sehr einfach zu bedienen ist. (Im Gegensatz zu groops, wie auch der Webvogel kritisiert ;) Angefangen von der Verkleinerung der Fotos (hatte ich schon gesagt, oder?) über die Einrichtung eines Vereins, bis hin zur Übersicht über die eigenen Tätigkeiten ist alles kinderleicht zu verstehen, auch wenn es anfangs eine Umgewöhnung im Vergleich zu vielen für Internettechies programmierten Communities ist.

Jetzt kommt es also darauf an, ob die Jungs sich gegen die bestehende Konkurrenz durchsetzen können. (Wobei diese soweit ich den Markt Überblicken kann noch sehr klein ist hierzu zähle ich eigentlich nur groops und klubba, siehe zu diesen Projekten die entsprechenden Beschreibungen bei DS). Sportme und ähnliche Netzwerke würde ich in jedem Fall nicht wirklich dazurechnen, da diese doch zu speziell sind. Bleibt also abzuwarten und zu schauen wie sich das Netzwerk entwickelt.

Ich wünsche Max auf jeden Fall erstmal viel Erfolg !

P.S.: Gerade noch bei sayhoo gelesen.

Update: Mit sixtgroups (DS berichtet) ist ein weiterer Konkurrent von meinverein.de an den start gegangen, auch wenn dieser auf den ersten Blick so aussieht, als wäre er etwas anders ausgerichtet.