Gerade habe ich auf DS ein Interessantes Posting zum Thema kochen gelesen. Es scheint, dass jetzt das Thema Kochen verstärkt in den Bereich der Aufmerksamkeit rückt. Macht auch Sinn, dass man sich Themen widmet die für die Generation 30+ interessant sind. In diesem Bereich sieht es derzeit ja eher dünn aus. Auch wir arbeiten an einem Projekt, dass in diesen Bereich rein ragt und auch wieder nicht. Die Idee wurde schon im Oktober letzten Jahres geboren und hier haben wir auch die ersten Erfahrungen sammeln dürfen, über die ich in Zukunft hier auch Berichten werde. Sei es über Design in Deutschland und Ausland, Programmierung in Deutschland und Ausland und wie schnell die Monate vergehen. Eigentlich sollte das Projekt schon seit April online sein. Wir planen jetzt mit Ende des Jahres…
Neuer Autor verpflichtet
19. Oktober, 2007Ich habe es geschafft, ab sofort bin ich hier nicht mehr der einzige Blogger… Vielmehr wird ab sofort ein weiterer Startupgründer hier seine Geschichten erzählen und seine Gedanken weitertragen. Ohne zuviel zu verraten kann ich sagen, dass es sich hierbei um einen zukünftigen serial entrepreneur handelt. Also einen Gründer mit vielen Ideen… und die sind auch noch gut! (Zumindest die die ich kenne). Spannend ist außerdem der unterschiedliche Hintergrund. Während ich direkt von der Uni in die Gründung gegangen bin, hat er schon viele Jahre Berufserfahrung gesammelt und erst jetzt angefangen sein erstes Startup zu gründen. Wer genau er ist und was genau er macht, wird er euch am WE selbst erzählen… Es geht also munter weiter…
e bizz 2er teil
16. Oktober, 2007So nun der zweite Teil meines e-bizz Talk Berichtes. Sitze gerade im Zug nach Berlin, meinen alten Mitbewohner besuchen, und habe (natürlich) die entsprechenden Notizen nicht dabei. D.h. ich kann erstmal nur über das Berichten, was in meinem Kopf verblieben ist. Schaun wir mal wie viel das ist. Wovon hängt es ab, ob ein VC in ein Unternehmen investiert ? Dies war eine der Fragen welche sowohl im Vortrag als auch in der anschließenden Diskussion immer wieder gestellt wurde.
Herauskristallisiert haben sich zwei wesentliche Faktoren, welche VC´s für maßgeblich halten:
-
Team
-
Idee
Ersteinmal nicht sonderlich überraschend, denn aus viel mehr besteht ein Startup am Anfang zumeist nicht. Zum Team nur ganz kurz: Das Team muss ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen und glaubhaft machen können, dass es die richtigen Kompetenzen und Ideen mitbringt und diese auch entsprechend an den Mann / die Frau bringen kann. Mein Fazit für diesen Punkt ist relativ banal: Anhand der Lebensläufe muss erkennbar sein, dass die einzelnen Gründer in der Lage sind eine Sache durchzuziehen und Projekte erfolgreich abzuschließen. Zusätzlich muß ein gewisses Unternehmerisches Denken mit dabei sein. Letztendlich kommt es aber auch sehr auf den persönlichen Eindruck an, welcher der jeweilige Gründer vermittelt (dabei nicht vergessen: you never get a second chance to make a first impression). Ich selbst hatte bislang drei Gespräche dieser Art.
Die Gespräche verliefen sehr unterschiedlich. In meinem ersten Gespräch ging es sehr lange und sehr ausführlich um die Beweggründe Unternehmer zu werden und ich wurde immer wieder gefragt, ob ich mir über die Folgen solch einer Entscheidung im klaren wäre. Um die Geschäftsidee ging es nur zweitrangig. Bei einem zweiten Gespräch (mit einem anderen Investor) ging es nur um die Idee, mein CV hat den Investor gar nicht interessiert. Er hat ihn so wenig interessiert, dass ich irgendwann einmal gefragt habe ob er seine Entscheidung den ohne weitere Informationen über meinen Lebenslauf treffen kann. Diese Frage bejahte er und fügte noch hinzu, dass er aufgrund meines Auftretens und anderer Punkte bereits viele Rückschlüsse ziehen könne, die viel mehr Wert seien als ein CV. (Mich hatte anfangs wirklich überrascht, dass er ohne meinen CV zu kennen mir bereits die Zusammenarbeit angeboten hatte). Mein drittes und letztes Gespräch mit einem Investor war ebenfalls sehr kurz und knapp. Der Investor bescheinigte mir nicht ausreichend Aggressivität für den Job zu haben. Ansonsten war er aber wohl doch ganz zufrieden, schließlich hat er mir am Ende Angeboten gemeinsam ein Konzept zu suchen, welches ich umsetzen sollte. (Von meinem Konzept war er nicht so begeistert…kann ich nicht verstehen).
Dann zu der Idee: Der VC erzählte (zu meinem erschrecken) das CopyCats immer gut ankommen. Denn dann sieht der Investor bereits, dass das Businessmodell bereits an einem anderen Ort funktioniert hat und kann es besser nach innen verkaufen und ist insgesamt gleich etwas ruhiger. Insbesondere in Amerika funktionierende Modelle kann man nach Ansicht des VC´s gut auf Deutschland übertragen, da sich die Märkte sehr ähneln und es natürlich zahlreiche Modelle gibt bei denen dies bereits funktioniert hat (angefangen bei McDonalds bis hin zu studiVZ). Neben Copycats investieren VC´s immer gerne in Unternehmen welche möglichst schnell eine hohe Zahl an PI erreichen können. Wie man Geld mit der Geschäftsidee verdienen möchte ist natürlich auch ein wichtiger Punkt. Das alle VC´s sich immer auf die gleiche Art von Geschäftsidee stürzen war eine weitere interessante Information. Wenn man in dieser Zeit eine entsprechende Idee (zur Zeit sind es offensichtliche social networks und shopping dienste) hat findet man sehr leicht einen Investor, kommt man allerdings zu spät findet man gar keinen. Somit ist der Erfolg für den Gründer wesentlich auch vom Timing abhängig.
Der nächste und für viele Gründer höchst spannende Punkt: Wie komme ich an das Geld und wieviel ist mein Unternehmen wert.
Zunächst einmal kommt ihr als Gründer und sagt wieviel Geld ihr haben wollt und wieviel Geld Euer Unternehmen Eurer Meinung nach Wert ist. Während es früher wohl üblich war den VC pitchen zu lassen ist es heute so, dass der Gründer schon mit einer klaren Vorstellung kommen muss um Geld zu erhalten. (Ob der VC einem die Unternehmensbewertung abkauft ist dann wieder eine ganz andere Frage). Dann gibt es eine grobe Formel für den Wert von Unternehmen kurz vor dem Launch:
Das Team hat keine oder wenig Erfahrung als Gründer: Wert ca. 1 Mio.
Das Team hat bereits erfolgreich Internetunternehmen gegründet: ca. 2-5 Mio.
Das Unternehmen macht bereits erste kleine Umsätze: bis zu 10 Mio.
Weitere Faktoren die für die Bewertung eine wesentliche Rolle spielen, sind zum einen die Investoren. (je bekannter und erfolgreicher, umso besser ist auch die Unternehmensbewertung).
Soviel erstmal aus dem Zug, ich werden den Artikel die Tage noch um die Informationen die ich noch auf meinem Notizzettel hatte ergänzen.
Neuigkeiten zum Blog
11. Oktober, 2007Ganz kurz noch ein par Ankündigungen und News…
Ersten wird ab sofort demnächst noch ein weiterer Startupgründer hier mitschreiben. Sein Startup ist auch schon in der allerersten Alpha Phase, ich hoffe Euch damit schon mal neugierig gemacht zu haben.
Dann hat mein Artikel über meinverein.de doch schon erste Erfolge gezeitigt, wurde Max doch kurz darauf von Betreibern großer Blogs kontaktiert und zum Interview gebeten. Ihr seht es funktioniert.
Dann kommt spätestens nach dem WE der heiß erwartete zweite Teil zum VC Artikel mit Infos über Unternehmensbewertung durch VC´s etc.
Und als letztes noch eine weitere kurze Ankündigung die mich sehr freut. Ein weiterer Freund von mir ist seit kurzem ebenfalls in die Alpha / Beta Phase eingetreten und seine Seite ist online. Auch eine tolle Geschäftsidee…
Freut euch also in der nächsten Woche auf weitere Neuigkeiten und Informationen aus der Startup Welt…
Tipps eines VC vom e-bizz Talk (Teil 1)
5. Oktober, 2007Hier nun, wie versprochen, ein „Protokoll“ über den VC Vortrag beim letzten e bizz talk. Außerdem zu dem Thema, sehr interessant und umfangreich, der Beitrag auf Beobachtungen zur Medienkonvergenz.
In dem Vortrag und der anschließenden Gesprächsrunde ging es im wesentlichen um vier Teile.
1. Was machen VC´s und für wen sind sie geeignet ?
2. Wie tritt man am besten an einen VC heran ?
3. Woran erkennt ein VC ein erfolgreiches Startup ?
4. Wie bewertet eine VC ein Startup ?
zunächst zu 1:
VC´s sind grundsätzlich Investoren die Geld verdienen wollen, d.h. sie wollen eigentlich zweimal ihr Geld zurück (was sie allerdings nur sehr selten schaffen). Sie sind nicht die netten Investoren die ihr Geld verschenken um junge Unternehmer zu fördern.
Auch wenn die meisten VC-Firmen immer hervorheben, wie wichtig ihnen das Fördern revolutionärer Unternehmensideen ist, bleibt eine Tatsache: VCs wollen primär das Geld ihrer Investoren vermehren, alles andere ist bestenfalls eine erwünschte Nebenwirkung. Andere spekulieren mit Aktien, Hypotheken-Zertifikaten oder Schweinebäuchen, VCs spekulieren hingegen mit Investments in junge Unternehmen. (aus dem oben genannten Beitrag von Andreas Göldi)
Der Vortragende (Namen habe ich leider vergessen, es war ein Holtzbrinck MA) hat ganz deutlich gemacht, dass die Finanzierung durch VC´s, für den Jungunternehmer neben den guten Seiten auch sehr viele Schattenseiten hat. Zunächst sei da die hohe Kontrolle genannt, die der VC gerade auch im operativen Bereich über das Startup haben will. D.h. nicht, dass er zwingend jeden Tag etwas reinquatschen möchte. ABER: Wenn ihm etwas nicht passt schmeisst er eben alles um. (Eine Erfahrung auf die ich als Gründer gerne verzichten kann). Neben dieser operativen Seite sind die Kosten einer VC Finanzierung auch sehr hoch, so muss der Gründer regelmäßig 40% an der Firma an den VC abgeben. (Insgesamt gehen die Kosten einer Verwässerung meistens so weit, dass der Ursprungsgründer beim Verkauf der Firma noch ca. 10% hält)
Die positiven Seiten (die natürlich auch ausgeführt wurden) möchte ich etwas kurz halten, da sie doch hinlänglich bekannt sein sollten. Insbesondere ist natürlich das Geld zu nennen, welches bei jeder Gründung knapp ist und zusätzlich bekommt man bei den meisten Gründungen auch noch eine Expertise von Erfahrenen Investoren hinzu, welche sicher hilfreich ist.
Ein schönes Zitat eines VC für das Verhältnis zwischen VC und Gründer habe ich auf Medienkonvergenz gefunden:
„I have 10 investments. In order for me to be successful, 3 have to be successful. Since it’s obvious that you’re not going to be successful, you’re not worth my time. I’ll spend my time on companies that can still win. It’s nothing personal.”
Letztendlich war das Fazit: weit über 90 % aller Unternehmen benötigen niemals VC Finanzierung und soweit man um eine VC Finanzierung herumkommt ohne deswegen auf Wachstum oder wichtige Investitionen verzichten zu müssen, sollte man eine VC Finanzierung vermeiden. Für mich persönlich heißt das jetzt, wenn ich es schaffe um eine VC Finanzierung herumzukommen, sehr gut! Wenn nicht ist daß kein Weltuntergang aber es ist eben auch kein Grund zum jubeln wie viele Gründer immer wieder denken.
zur 2. Frage:
Niemals einen Businessplan an einen VC schicken ! NIE ! NIE ! NIE !
Das war für mich das deutlichste Learning dieses Vortrages. Sollte ich je in die Position kommen Geld eines VC´s zu benötigen, darf ich nicht auf die Schnapsidee kommen diesem einen Businessplan zu schicken. Denn dann könnte ich ihn auch genauso gut gleich in den Müll werfen.
Die VC´s kriegen so viele Businesspläne das Sie diese gar nicht alle lesen können, geschweige den wollen. Deswegen sollte man am besten sein Gespräch / Präsentation beim VC habe noch bevor dieser irgendetwas schriftliches von einem gesehen hat. Allerhöchstens ein Executive Summary darf der VC bis zu diesem Zeitpunkt kennen.
Die Frage ist jetzt natürlich wie kriegt man einen Termin ohne das der VC vorher weiß um was es genau geht ? Man kann davon ausgehen das auch diese Leute ihre Zeit nicht geschenkt haben. Deswegen lautet die Empfehlung, immer über Dritte möglichst etablierte Leute oder andere Netzwerke an den VC herantreten. Dabei kann man die Personen die einem VC über das eigene Startup unterrichten in drei Gruppen einteilen, Berater (Anwälte, Wirtschaftsprüfer etc.); Professoren; Beteiligte BA´s.
Das beste von allen ist wenn ein erfahrener BA an den VC herantritt, denn dieser wirkt am überzeugendsten. (Als besonders guten BA wurden die Samwers hervorgehoben, auch wenn diese ja nun nicht mehr nur Seeding machen siehe auf DS)Zum einen hat er eigenes Geld investiert, was dem VC deutlich macht, dass er selbst wirklich an die Idee glaubt und zum anderen hat er idealerweise durch eine eigene erfolgreiche Gründung bereits bewiesen, dass er eine gute Nase für erfoglreiche Geschäftsmodelle hat. Professoren sind dann schon nicht mehr ganz so gut und ein bezahlter Berater ist die schlechteste der drei Varianten um an den VC heranzutreten. (Aber immer noch um längen besser als den eigenen Businessplan zu mailen).
So das war es erstmal für jetzt in einem zweiten Teil möchte ich noch die Tipps für die erfolgreiche Präsentation, sowie die Fragen was ein gutes Startup ausmacht und wieviel ein Startup ca. zum Launch Wert ist, bzw. wie der Pitching Vorgang so abläuft und wie lange Verhandlungen bis zu einer Entscheidung dauern dürfen…
Noch zwei Verweise und eine Ankündigung
3. Oktober, 2007Übersicht über Blogs die über Startups weltweit berichten bei basicthinking. Und ein sehr interessanter Beitrag auf zweinull.cc über die Frage ob die Gründungswelle dem Ende zugeht… Als neuer Gründer hoffe ich das natürlich nicht, ich werde in den nächsten Tagen mal meine eigene Meinung dazu kundtun.
Vor einigen Wochen war ich bei einem Vortrag eines VC, der ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert hat; seit dem wollte ich hierüber berichten und seine Tipps weitergeben. Leider bin ich noch nicht dazugekommen, aber jetzt wenn ich es allen ankündige, muss ich es auch endlich machen. Also versprochen: Da kommt noch was spannendes !!!
Chance 6: 1,000,000 und warum mir das egal ist
3. Oktober, 2007Laut einer aktuellen Studie wird nur eine von 1000 Geschäftsideen je finanziert und nur 6 von 1000 finanzierten Unternehmen kommen an die Börse und haben somit wirtschaftlich beachtlichen Erfolg. 81% der Junggründer schätzen ihre Erfolgswahrscheinlichkeit mit mindestens 70 % hingegen sehr hoch ein. Interessant auch die weiteren Ergebniss der Studie sowie einer weiteren Studie die von Andreas in seinem Blogbeitrag zusammengefasst werden:
- In Ländern mit besonders hoher Unternehmerquote (z.B. USA oder Neuseeland) ist das Phänomen dieser “Selbstüberschätzung” besonders verbreitet. In diesen Ländern ist darum auch die Quote der gescheiterten Unternehmen besonders hoch.
Ein weiterer Grund warum die Quote der gescheiterten Unternehmen in diesen Ländern höher ist, ist die Akzeptanz des scheiterns. Ich war vor ca. einem Jahr bei einem Vortrag eines Vorstandes eines großen deutschen Unternehmens, welcher zu Berufs- und Karriereplanung einen Vortrag gehalten hat. Als ich diesen in der anschließenden Diskussion fragte, wie er es als Vorstand einschätzt, wenn man versucht hat ein Unternehmen zu gründen und gescheitert ist erhielt ich (sinngemäß) folgende Antwort:
In den USA wäre das kein Problem, dort gilt man nur als richtiger Manager wenn man wenigstens einmal in seiner Karriere das Insolvenzverfahren nach Chapter 11 durchgemacht hat. In Deutschland hingegen sieht das (noch) ganz anders aus. Hier würden Sie mit höchstwahrscheinlich als der Gescheiterte, schlimstenfalls sogar als Traumtänzer gelten. Um mir nicht sämtlichen unternehmerischen Mut zu nehmen fügte er dann noch an, dass eine Gründung mit Substanz und einem nachvollziehbarem Geschäftsmodell auch wenn sie schief geht wahrscheinlich nicht ganz so negativ gesehen würde.
Solange sich dies in Deutschland nicht ändert und wir die Einstellungen gegenüber Leuten die es versucht haben, es aber nicht geschafft haben nicht ändern, wird es m.E. in Deutschland weiterhin weniger Gründungen geben und folglich auch weniger gescheiterte Unternehmer.
Die Forscher halten aber auch fest: Übersteigertes Selbstvertrauen ist vermutlich nützlich für die Gesellschaft. Natürlich ist Scheitern bitter, aber ohne die Leute, die überhaupt mal was ausprobieren, entstehen nicht genug erfolgreiche Unternehmen. Und darum sind Länder, in denen Scheitern keine Schande ist, im Durchschnitt wirtschaftlich erfolgreicher.
Und das dies nicht zwingend das beste Ergebnis für die deutsche Wirtschaft ist zeigt dann auch dieses Ergebnis der Studie.
- Unerfahrene Jungunternehmer schätzen ihre eigenen Fähigkeiten höher ein als erfahrene Unternehmer, die schon oft vom Markt geprügelt wurden. Unter anderem deswegen gründen laut einer anderen Studie nur ca. 6% der erfahrenen Unternehmer ein zweites Unternehmen.
Eine weiter Frage die hier interessant gewesen wäre ist: Wieviel Prozent der erfolgreichen Unternehmensgründer gründen ein weiteres Unternehmen ? Wenn ich die ganzen Web Geschichten so lese (bspw. Samwers, sämtliche StudiVZ Gründer etc.) dann erscheint es doch so, als ob die erfolgreichen Gründer zu einem sehr hohen Prozentteil weitere Unternehmen gründen oder doch zumindest mitfinanzieren. Dies scheint in der Studie jedoch nicht untersucht worden zu sein. Das erfolglose Gründer nicht erneut gründen erscheint mir nur logisch, denn man versuche einen Investor nach dem scheitern ersteinmal davon zu überzeugen, dass man der richtige Mann/Frau für die Sache ist… Abgesehen von den eigenen Selbstzweifeln und fehlender Motivation.
- Besonders bedenklich: Eine hohe Einschätzung der eigenen Fähigkeiten korreliert negativ mit dem späteren unternehmerischen Erfolg, d.h. die besonders selbstbewussten Jungunternehmer scheitern am häufigsten.
Schön, ich habe gestern auf die Frage ob ich glaube es zu schaffen mit „Ganz sicher“ geantwortet. Damit bin ich und mit mir natürlich Carsten (der glaube ich genauso denkt) statistisch schon fast auf verlorenem Posten. Vielleicht gehören wir sogar zu den besonders selbstbewussten Jungunternehmern, vielleicht nur zu den normalen 81% die eine 70%ige Chance des Erfolges sehen…
Sind wir deswegen totale Traumtänzer, sollten wir weniger von uns oder unserer Idee überzeugt sein, sollten wir jeden morgen aufstehen und denken „mit 90%iger Wahrscheinlichkeit wird nichts ?
Sicher nicht !
denn:
- wir haben bereits eine Menge Leute von unserer Idee überzeugen können, so schlecht kann diese als nicht sein (immerhin ist unsere Idee ja schon eine aus 1000 die finanziert wird; fraglich ist aber wie dies wohl gemessen wurde, denn wenn sie wirklich jede Idee meinen die man so hat, dann habe ich bereits 20 die nicht finanziert wurden, allerdings habe ich es auch nie versucht, da ich ja nicht 20 Unternehmen gleichzeitig gründen kann)
- wenn man nicht von der eigenen Idee und sich selbst überzeugt is, wie soll man dann irgendwen anderes von der eigenen Idee überzeugen ?
- Warum sollte ich überhaupt ein Unternehmen gründen, wenn ich nicht davon überzeugt bin, dass
- Die Geschäftsidee sehr gut ist und eine große Aussicht auf Erfolg hat ?
- Ich mich für qualifiziert und motiviert halte die Gründung auch durchzuziehen ?
Klar, kann man sich immer sagen das wird höchstwahrscheinlich nichts. Das ist erstmal auch richtig, aber richtig ist auch, dass wenn man es gar nicht versucht es sicher nichts wird und nicht nur höchstwahrscheinlich.
So gesehen hat man wenn man es versucht eine Chance von 10%, dass es klappt. (davon ausgehend, dass 90 % scheitern). Wenn man es nicht versucht hat meine eine Chance von 0% bzw. eine Sicherheit von 100%, dass es nichts wird.
Fazit: Mit 10% statt 0% stehe ich eigentlich ganz gut da !
Abschließen möchte ich mit einem treffenden Zitat von Robert Basic:
Partnersuche
1. Oktober, 2007Während ich bislang noch ganz alleine an meinem Startup saß habe ich inzwischen Partner gefunden. (Er heißt Carsten und wird sich in den nächsten Tagen selbst hier vorstellen, so dass ich dies hier nicht machen muss). Erzählen möchte ich aber zunächst einmal von der chaotischen Suche nach einem Partner.
In einem älteren Beitrag habe ich ja schon erzählt, dass ich gerne mit einem Freund und meinem Bruder zusammengearbeitet hätte. Dies hat aus diversen Gründen nicht geklappt. Mein Bruder ist zur EU und mein Freund hat ein eigenes StartUp gegründet (ich hoffe ich kann bald exklusiv von seinem Launch berichten). Also sind wir alle unterschiedliche Wege gegangen, wie es scheint ist bislang aber jeder sehr zufrieden mit dem jeweils eingeschlagenem Weg.
Zurück zu der nicht so einfachen Suche. Ich habe nach der Entscheidung die Firma zu gründen direkt angefangen zu suchen. Zuvor aber habe ich noch ein Kriterienkatalog aufgestellt, welche Kriterien ein Partner idealerweise erfüllen sollte. Das beste wäre ein programmierenderbetriebswirtschaftler mit Berufserfahrung als Berater (bringt viele Kontakte mit ein) und dann wäre es schön wenn er schon erfolgreich ein Startup gegründet hätte und außerdem noch ein Marketing und Controllingspezialist ist, Ahnung von Buchhaltung hat, Suchmaschinenoptimierung etc. etc.
Es dauerte gar nicht so lange bis ich verstanden hatte das es solch eine Eierlegendewollmilchsau nicht gibt.
Daraufhin habe ich dann realistischere Kriterien zusammengestellt und dabei versucht jemanden zu finden, der sich gut mit mir ergänzt:
- BWL Kenntnisse; da man gerade am Anfang für Businesspläne etc. betriebswirtschaftliches Know How braucht, habe ich diese Voraussetzung als unabdingbar festgelegt
- IT Kenntnisse; halte ich am ehesten für entbehrlich, da ich hier gewisse Kenntnisse habe und selbst würden wir die Homepage sowieso nicht programmieren; eine gewisse Internetaffinität halte ich aber dennoch für wichtig
- Motivation; das A und O der ganzen Geschichte ohne gehts nicht
- Überzeugung; ein Partner muss von dem Geschäftsmodell mindestens so überzeugt sein wie ich (ich glaube anders kann man es auch gar nicht machen) und dies vor allem auch durch seinen Auftritt überzeugen; denn der Auftritt ist gerade gegenüber potentiellen VC´s sehr wichtig (dazu bald mehr in meinem Blog, sogar der Wert des Unternehmens machen diese oft von einem Eindruck abhängig)
- Berufserfahrung; ist auf jeden Fall sehr hilfreich, da das ganze Team dadurch professioneller wird und auch bei der Bewertung durch VC´s von Vorteil
- Matching; irgendwie muss der andere natürlich zu mir passen, dass stellt man am besten in einer Testphase fest.
Sehr interessant zu den Voraussetzungen die ein guter Gründer mitbringen muss übrigens auch in der Präsentation von Axel Schmiegelow. (ich werde versuchen die Tage diese Liste zu ergänzen, es gibt da noch viel mehr nur fällt mir gerade nicht ein wo ich es gelesen habe).
So mit diesem Kriterienkatalog bin ich dann erstmal meine eigene Kontaktliste durchgegangen und habe gesucht und gesucht. Dabei mit vielen Leuten gesprochen und viele Empfehlungen bekommen. Manche waren mir sehr symphatisch, aber sie waren dann nicht von der Idee überzeugt (völlig unverständlich wenn ihr mich fragt…). Andere waren leider nur sympathisch aber es fehlte an allen Kriterien oder zumindest an den wichtigsten die ich oben gerade aufgelistet habe. Zwischenzeitlich hat der Investor dann jemanden vorgeschlagen, den Vorschlag aber dann auch wieder zurück genommen. Dann hatte ich einen den ich für gar nicht schlecht gehalten habe, der Investor sah es anders. Letztendlich ist Carsten jetzt dabei und damit haben wir glaube ich nach langer Zeit völlig unverhofft einen 100% passenden Partner gefunden. Ein klitzekleines Problem ist nur, dass er nicht ewig Zeit hat für das Unternehmen zu arbeiten aber erstmal ist er voll dabei und somit kann es mit großen Schritten losgehen.
Das Partnersuche auch sonst nicht so einfach ist könnt ihr auch bei easn.de nachlesen, aber vielleicht hilft das Jobboard von easn einigen wirklich zum gemeinsamen gründen. (wir haben leider noch keine Praktikanten hierüber gefunden…)
Die Tage werde ich mal versuchen weitere Tipps zur Partnersuche herauszukramen. Aber einen sehr wertvollen kann ich euch schonmal geben: Networking. Sprecht mit allem und jedem Eurer Bekannten von denen ihr nur hofft, dass sie interessiert sein können oder vielleicht jemand kennen der interessiert ist. Ich habe über alte Klassenkameraden so viele Interessante Leute kennengelernt und sogar festgestellt, dass ein ehemaliger Schulkamerad inzwischen bei einem großen VC als Reseach Analyst ist… auch nicht total schlecht so jemanden zu kennen.
Bekanntheit eines Blogs und Zeit neben der Gründung
14. September, 2007Ich habe vor einigem Tagen Martin von Startupblogger eine Email geschrieben mit der Frage wie er so viele Kommentare und Leser auf seinen doch verhältnismäßig jungen Blog bekommt. Martin ist bei Alexa ca. in den 600.000dern mein nur wenige Wochen jüngerer Blog ist hingegen weiterhin eher bei 7 Mio im Ranking. Aus Martins neuestem Post geht hervor das ich nicht der einzige bin mit der Frage wie man seinen Blog bekannt macht und außerdem es schafft regelmäßig noch für seinen Blog neben der Gründung zu schreiben.
Wegen der Leser oder den Kommentatoren kann ich dir auch nicht wirklich helfen. Dasselbe habe ich Paul schonmal erklärt. Ich denke, wenn man authentisch ist, regelmäßig bloggt und auch keine Kritik scheut, dann stellt sich der Erfolg von alleine ein. Oder irre ich mich da?
Das Martin wirklich nur darüber in so kurzer Zeit so erfoglreich geworden ist wage ich mal vorsichtig zu bezweifeln. Ganz so einfach wie er das schreibt ist es glaube ich doch nicht. Entweder man kennt in der Blogszene schon viele oder macht durch zahlreiche Links und Mails auf sich aufmerksam, oder irre ich mich hier ?
Nachdem mein Blog nach wie vor sehr unerfolgreich ist habe ich mich dann mal daran gemacht herauszufinden woran dies liegen könnte, wie ich das ändern kann und wo die Fehler liegen. Besonders hilfreich war hierfür die überarbeitete Bekannt-Mach-Anleitung von Robert. Sowie die Analyse von Cem Basman was einen guten Blog ausmacht.
Aufgrund dieser beiden Posts habe ich dann mal meinen Blog untersucht. Das ich authentisch schreibe wie Cem das fordert kann ich guten Gewissens von mir behaupten. Aber ich habe große große Fehler gemacht ;-( Und zwar: Erstens mich ausschließlich auf die riesiegen Themen gestürzt über die jeder schreibt… nicht sehr hilfreich da sich die Disukussionen dann auch auf den großen Blogs abspielen und wieder niemand zu mir kommt. Daneben habe ich oft nur über Sachen berichtet die mich persönliche interessieren ohne allerdings allzuviel neues zu berichten. Eventuell eine kleine Meinung dazu aber eben nicht mehr. Damit kriege ich dann zwar einen Trackback über den an einem Tag ein par Klicks kommen nach zwei Tagen kommt dann aber niemand mehr und interessiert hat es von denen die kamen wahrscheinlich auch niemanden. Besser waren dann schon klare Stellungsnahmen zu einzelnen Themen. (Das mache ich eigentlich sehr gerne im echten Leben… diskutieren im Internet habe ich da noch Hemmungen, gerade wenn man die anderen nicht kennt und nicht so sicher ist wie diese das eine oder andere auffassen…). Bei solche klaren Statements kam dann auch schonmal ne Reaktion. (Seltsamerweise hatte ich am ersten Tag gleich zwei Kommentare und dann wochenlang gar nichts… Anfängerprämie ? Gibts sowas dem neuen Blogger aus Nettigkeit mal was hinschreiben???)
Jetzt habe ich mir überlegt nur noch das zu schreiben was mich interessiert oder gerade beschäftigt. Das ist bestimmt auch mal ein aktuelles Thema aber eben (wie auch jetzt) nicht immer. Mal sehen ob es was bringt, bisher noch nicht. Geduld Geduld.
Was ich mich bei Martin immer Frage: Die Blogroll hat ungefähr 10.000 Links… Bringt einen das nach vorne. Ich habe auch noch tausend Seiten die ich regelmäßig anschaue und spannend finde, aber soll ich die wirklich alle in die Blogroll aufnehmen. Sind die Eitelkeiten anderer Blogger so groß, dass dies zu einem höheren Interesse auch an meinem Schreibzeug führt ? Keine Ahnung ich werde weiter rumprobieren. Das Problem ist ja auch: Ich will keinen mega traffic sondern interessierte Leser mit denen man diskutieren kann etc… Kommt her !
Jetzt zum Thema Gründung und Bloggen gleichzeitig.
Auch mir fällt es manchmal schwer neben der Gründung zu bloggen. Am Anfang ging es noch besser aber inzwischen… Puh. Dennoch finde ich meistens Abends Mittags und zwischendrin immer Zeit Gedanken niederzuschreiben und dann zu posten. Ich hoffe ja nach wie vor auch das ich nicht auf dauer alleine hier blogge. Freue mich auch wenn andere Gründer sagen sie wollen gemeinsam mit mir hier bloggen. (Das macht das Ganze spannender, da mehrere Startups in einem Blog bei der Gründung begleitet werden können, auch ein Appell an Martins Emailer
) Und etwas Zeit findet man schon. Da man die Blog Szene im Rahmen einer Gründung sowieso verfolgen sollte hat man die Inspiration und muss diese dann nur noch in Worte fassen. Zeit ist für mich also nur ein begrenztes Problem. Natürlich hat man mal Termine und kommt dann nicht dazu, aber dafür dann an anderen Tagen wieder mehr. Und es macht auch Spass, noch mehr wenn jemand kommentiert, aber vielleicht kommt das ja noch mit der Geduld habe ich es nicht so… (gerade gelesen, dass auch wechselstoff die gleichen Sorgen plagen, aber bislang wird es besser).
Ergänzung:
Ich will euch nicht vorenthalten welche anderen Artikel und Tipps ich noch zu dem Thema gefunden habe, vielleicht spart es anderen die gerade keine Zeit haben etwas Recherche Arbeit:
Tipps u.a. zu SEO von WordPress Blogs von Benedikt
Anfängebeschreibung von finger zeig
Softwareguide Anleitung zum bloggen
Kurze Reaktion von Markus auf Cems Artikel
Gründergedanken
11. September, 2007Warum gründen warum Selbstständigkeit ?
Viele andere angehende Gründer und Selbstständige kennen das wahrscheinlich: Ewig und immer wieder die gleichen Fragen; Warum gibst du denn soviel auf ? Ist das nicht ein sehr hohes Risiko ? Mach doch erstmal deine Ausbildung fertig dann hast du was in der Hand. Du hast doch tolle Jobangebote, du musst das doch nicht machen ?
Diese und andere gut gemeinte Ratschläge und Tipps bekommt man faktisch von jedem dem man erzählt man macht sich selbstständig. (Mein Favorit: Ein Arzt der während der Untersuchung fragte was ich machen würde und auf die Antwort ich denke darüber nach mich selbstständig zu machen mir dringend riet doch besser Richter oder Staatsanwalt zu werden, da ich dort ein sicheres geregeltes einkommen hätte und nicht so viel zu tun)…
Aufgrund dessen möchte ich mich hier mal an einer persönlichen Antwort versuchen:
Ein großer Vorteil der Selbstständigkeit ist gerade die Freiheit die mit der Selbständigkeit einhergeht. Ich kann mir selbst überlegen was ich wie und wann machen will. (zumindest weitestgehend, denn auch als Selbstständiger ist man nicht völlig frei) Natürlich trage ich auch die Verantwortung dafür wenn es schief geht und zwar alleine. Andererseits ist man natürlich auch am „Erfolg selbst schuld.“ Arbeitet man in einem Unternehmen ist man in der komfortablen Position zu sagen: Es läuft gut , weil ich so hart arbeite. Läuft es schlecht, liegt es (natürlich) an den anderen. Diese Verantwortung muss man glaube ich wirklich wollen sonst macht es keinen Sinn.
Neben der Freiheit ist für mich die Vielseitigkeit einer der großen Reize. Als Spezialist in einem Unternehmen zu sitzen und immer wieder kehrende hochspezielle Probleme zu lösen wäre für mich nicht das richtige. Im Rahmen der Selbstständigkeit muss und darf man alles machen. Von Kundenakquise über Schreibtische bei Ikea kaufen technische Konzepte, Finanzen, Personal, Marketing einfach alles. Diese Vielseitigkeit macht für mich den größten Reiz am Unternehmertum aus.
Viele Leute gründen um möglichst schnell reich zu werden (insbesondere im Internet). In meinen Augen ist das nicht unbedingt der beste Antrieb, da er oft zu fatalen Ergebnissen führen kann, man denke nur an die Dotcom Krise. Natürlich möchte man Geld verdienen, auch wenn man sich selbständig macht. Mir persönlich ist es allerdings wichtiger ein „normales“ Einkommen zu haben und ein solides nachhaltiges Produkt zu machen welches nicht künstlich aufgebläht wird um gleich wieder in sich zusammenzufallen. Mit meinem Geschäftskonzept denke ich hier den richtigen Ansatz zu gehen und hoffe natürlich ein bleibendes Qualitäts-Produkt verwirklichen zu können. Wenn ich bedenke welche Jobangebote ich für meine Selbstständigkeit ausgeschlagen habe, dann bin ich sogar sicher, ich hätte mit einem „normalen“ Job ein sehr viel besseres Einkommen erzielen können…
Verfasst von martin3
Verfasst von PPH
Verfasst von PPH 
