kaioo als erstes echtes „social“ network

mit kaioo hat jetzt das erste echte social network gestartet (siehe Berichte bei Henning und … ich könnte schwören vor ein par Tagen etwas dazu bei DS und Robert Basic gelesen zu haben aber ich finde es nicht mehr ??? außerdem Spiegel Online). die idee ein netzwerk zu gründen, dessen einnahmen sämtliche gespendet werden finde ich sehr gut. auch wenn, dass natürlich nicht jeder startupgründer machen kann. (gerade die jungen uniabsolventen haben wohl seltenst die finanziellen Mittel um sämtliche Einnahmen zu spenden). Schön finde ich aber den Ansatz etwas soziales zu tun. Wie man auch als junger Gründer etwas soziales tun kann haben die Jungs von armedangels gezeigt mit ihren Fair Trade Shirts. Die Kritik die Rene auf zweinull äußert ist m.E. zu Unrecht geäußert worden.

Letztes Ende ist aber auch ein gemeinnütziger Verein oder eine Stiftung nur eine Rechtsform, die den Machanismen des Marktes unterworfen ist. Ob Du Gewinnmaximierung mit oder ohne Spenden betreibst, ändert nichts an dem was Du damit betriebswirtschaftlich auslöst. Natürlich kannst Du auch sagen, “ich will meine Gewinne doch garnicht maximieren” und bietest dann beispielsweise Deine Werbemöglichkeiten unter Marktpreis an, ggf. den genannten Playern (Bertelsmann?, Sony?), aber was hat das dann wieder mit “Gemeinnützigkeit” zu tun?

Und welche steuerlichen Effekte solch eine Stiftungsgründung hat, brauch ich Dir ja nicht erklären. Ich frag mich immer, wer solch einen Stiftungszweck genehmigt und damit der Marktwirtschaft (konkret den vorhanden Community`s, die sich nicht dieser Rechtsform bedienen können) Schaden zufügt?

Die Kritik, dass jemand der uneigennützig handelt in Wirklichkeit nur wirtschaftliche Ziele verfolgt ist bereits überzogen und dass die Genehmigung eines sozialen Netzwerkes der Wirtschaft Schaden zufügt ist m.E. Schwachsinn.

1. Konkurrenz belebt das Geschäft

2. Jemanden vorzuwerfen durch soziales Engagement die Rechtsform der Stiftung zu missbrauchen erscheint mir auch lächerlich

Anfügen kann ich noch, dass ich Herrn Schmidt-Holz bei einem Vortrag erleben konnte und auch im Anschluss mich mit ihm unterhalten konnte. Während diesen Vortrages ermahnte er uns (damals war ich noch Student) mehrfach nicht zu vergessen, dass es neben so begünstigten Menschen wie uns auch noch andere Menschen gibt die weniger Glück hatten und dass es gerade die Aufgabe von begünstigten Menschen wie uns ist auch diesen Menschen zu helfen und sie zu unterstützen. Das er selbst nun eine soziale Community gründet erscheint mir nur konsequent vor dem Hintergrundswissen.

Ergänzend möchte ich noch anfügen, dass das Argument Sony oder Bertelsmann stehe dahinter ich nicht wirklich gelten lassen würde, wenn ausdrücklich das Private Vermögen hierfür verwendet wurde.

4 Antworten zu „kaioo als erstes echtes „social“ network“

  1. Sind wir vergleichbar? « betterplace.org de teamblog sagt:

    [...] es wird gefragt – viel gefragt: Ob wir vergleibar sind, mit kaioo beispielsweise, das gerade als “erstes echtes Soziales Social Network” an den Start gegangen ist. Oder mit chipin oder gar [...]

  2. Dieter sagt:

    Also,ich kann nur jedem davon abraten,wobei man sich ,einmal angemeldet,dort nicht mehr abmelden kann!Warte immer noch auf die löschung meines Accounts!Schlecht programmiert wurde es auch noch..An sich ein gutes,aber aüßerst dumm, umgesetzts Konzept!
    LG Dieter

  3. Bärbel sagt:

    Vielleicht sollte sich Herr Schmidt-Holz einfach in vorhandenen Netzwerken

    wie http://www.getsponsor.de sozial engagieren,

    man braucht das Rad ja nicht zweimal erfinden!

  4. junfun sagt:

    @Bärbel
    überlass ihm doch die Entscheidung wo er sich engagiert…. dass er sich in anderen sozialen Projekten engagiert ist auch bekannt, siehe Spiegel Artikel, wie z.B. an der Russlandhilfe.
    Wenn ich die Wahl hätte Sportler zu sponsoren oder ein Projekt zu unterstützen, dass für wohltätige Zwecke später hunderte von Millionen jedes Jahr spenden wird, dann hätte ich mich sicher nicht für die von dir genannte Seite entschieden ;)

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